Samstag, 22. September 2012

"Frankilisu" oder Tiramisu de Luxe

Heute möchte ich euch meine "Frankilisu" oder Tiramisu de Luxe vorstellen, für die ihr die
Bisquit-Platte
, die ich euch in einem früheren Post vorgestellt habe, benötigen werdet.
Viel Vergnügen!


Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne:















5-6 mittelgroße Eier, getrennt
5-6 EL Vanillezucker
1-2 Schuß Eierlikör
500 g Mascarpone
500 g Magerquark
Löffelbisquit
Milch oder klater Espresso
Waldfrüchte

Und so verläuft die Handlung:
Trennt das Eiweiß von Eigelb. Eigelb, Zucker und Eierlikör in eine Schüssel geben und auf höchster Stufe mixen, bis sich der Zucker aufgelöst hat und sich eine cremige Konsistenz gebildet hat.


Quark und Mascarpone unter die Eigelbmasse ziehen.
Währenddessen das Eiweiß steifschlagen und vorsichtig unter die Eigelbmasse ziehen.



Aus der vorbereiteten Bisquitplatte Streifen schneiden und in die Dessertringe legen. Lasst bis zum Rand etwa einen Zentimeter frei, damit die Creme eine sauberen Abschluss bilden kann. Löffelbisquit in den Boden der Dessertringe legen und mit Milch leicht einweichen. Ich verwende dazu einen Löffel.
Nun einige Esslöffel der Mascarpone-Masse hineingeben, ein paar Beeren in die Mitte geben und mit weiterer Mascarponecreme bedecken. Zum Abschluss mit Kakaopulver bestreuen und in den Kühlschrank stellen.


Hinweis:
Meine Frankilisu weicht vom Original italienischen Rezept erheblich ab, daher will ich euch das Rezept kurz vorstellen.
In der italienischen Version wird nur Mascarpone verwenden, was die Konsistenz cremiger, buttriger und natürlich damit auch fettiger macht. Des Weiteren verwendet man statt Eierlikör Amaretto, das ergibt einen feinen Geschmack von Mandeln, der sich gut mit dem Geschmack von Espresso trifft, der verwendet wird, um den Löffelbisquit anzuweichen.



Ich wünsche euch gutes Gelingen und wie immer 
bon Appetit.
Eure kreative Köchin

Freitag, 21. September 2012

Bisquit-Rolle mit Dekor aus Hippenmasse


















In einem meiner Lieblingsdessertbücher ist ein famoses Dessert-Rezept beschrieben, für das man Bisquitstreifen braucht, in die ein Dekor aus Hippenmasse eingebacken wurde.
Nichts leichter als das, wenn man die richtigen Dekormatten dazu sein eigen nennt.
Tja, die Beschaffung gestaltete sich für mich vor ein paar Jahren noch als kleines Abenteuer, das mich über verschiedenste Foren und Blogeinträge endlich zu Roswita K. führte. Die goldigste und hilfsbereiteste Österreicherin auf  Erden, die mir zwei Dekormatten von Backvergnügen zu kommen ließ.

Mit etwas Geschick und ein paar helfenden Händen, lässt sich auf schnelle Weise ein beeindruckender Blickfang zaubern, den ihr zu creme-gefüllten Kuchenrollen oder kleinen Dessert-Törtchen weiter verarbeiten könnt.
Hier möchte ich euch lediglich das Rezept und die Vorgehensweise für die Bisquit-Platte vorstellen. In einem folgenden Blogbeitrag werde ich meine "Frankilisu" oder Tiramisu de Luxe vorstellen, wofür ihr die Bisquit-Platter benötigen werdet.
Viel vergnügen

Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne:

Grundrezept für die Hippenmasse:
25 g Mehl
25 g Puderzucker
25 g Butter
1 Eiklar
1-2 Esslöffel Kakaopulver

Grundrezept für den Bisquitteig:
6 Eier, Eigelb und Eiweiß getrennt
4 Esslöffel Wasser, lauwarm
200 g Zucker
200 g Mehl
1 Prise Salz
1 Päckchen Backpulver

Und so verläuft die Handlung:
Für die Hippenmasse:Alle Zutaten in einer keinen Schüssel zu einer gleichmäßigen, geschmeidigen Masse verrühren und bei Seite stellen. Ich verwende dafür gerne eine Glasschüssel, da ich dadurch genau sehen kann, ob sich alle Zutaten gleichmäßig vermengt haben und nicht doch etwas Mehl am Boden der Form zurück geblieben ist.
Bei Seite stellen bzw. in den Kühlschrank, damit sie schön steichfähig bleibt und nicht im Relief verläuft.


Für den Bisquitteig:
Die Eier trennen. Die Eigelbe, das Wasser und den Zucker in eine große Schüssel geben und auf höchster Stufe mit dem Mixer schaumig rühren, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat.



Das Mehl mit dem Salz, der Stärke und dem Backpulver in einer extra Schüssel mischen und nach und nach unter die Eigelbmasse heben.




Die Eiweiße steifschlagen und vorsichtig unterheben.

Tipp:
Hierzu nicht mehr den Mixer bemühen, da er den Sauerstoff aus dem Eiweiß schlägt und euer Bisquit nicht mehr schön fluffig wird. Hier ist echte Handarbeit und Feingefühl gefragt.
Die Schüssel mit dem Bisquitteig ebenfalls bei Seite stellen.



Die Dekormatte wird auf einen Zuschnitt Backpapier gelegt. Hierzu solltet ihr euch ein zweites Paar Hände holen, die euch die Dekormatte auf dem Backpapier fixieren.
Dann streiche ich meine Hippenmasse in heller (ohne Kakao) oder dunkler Farbe großzügig auf.
Der überschüssige Rest der Masse wird so "abgezogen" (abgestreift), daß die Dekormatte bis auf das gefüllte Muster wieder weiß (also zu sehen) ist. Ich verwende dazu eine Kuchenspachtel.


Tipp:
Der Teig der Hippenmasse reicht für zweimal, also für das Füllen von zwei Dekormatten.
Der restliche Hippenteig hält sich auch im Kühlschrank für ca. 3 Tage.



Ich lege allerdings auch gerne nach dem Backen der ersten Bisquitplatte nochmal die zweite Matte auf ein Backpapier, verstreiche den restlichen Hippenteig und backe zum Beispiel die Stiftel und verwende sie dann zum Verzieren für Nachtisch oder für Kuchen.

Die Dekormatte muss nun wieder vorsichtig vom Backpapier abgezogen werden, damit das Stiftel-Muster oder die Herzen stehen bleiben. Dazu borgt ihr euch wieder das zweite Paar freundliche Hände.
Dann das Backpapier auf ein Backblech legen. Die überstehenden Ränder des Backpapiers vorsichtig hochknicken.
Nun den vorbereiteten Bisquitteig vorsichtig über das Hippenmuster in das Backblech gießen, vorsichtig bis in die Ränder verteilen und für ca. 12-15min im auf 180°C Umluft aufgeheizten Ofen backen.

Nach der Backzeit den Dekorteig aus dem Ofen nehmen. Die Bisquitplatte auf ein Geschirrtuch stürzen und das Backpapier vorsichtig abziehen.




Tipp:
Falls sich Teile des Dekors von dem Bisquitteig ablösen, ist er noch zu heiß. Dann müsst ihr euch noch etwas in Geduld üben. Bei Seite stellen und komplett auskühlen lassen.

ICH werde die Bisquit-Platte für meine "Frankilisu" verwenden. Es bieten sich allerdings noch viele weitere Rezeptmöglichkeiten wie zum Beispiel Creme-Erdbeer-Füllungen.
Ich bin sicher ihr lasst eurer Kreativität freien Lauf :)


Ich wünsche euch gutes Gelingen und wie immer 
bon Appetit.
Eure kreative Köchin

Donnerstag, 21. April 2011

Tajine - Kefta in Tomatensauce mit Ei

Ein typisches Gericht, das man in Marokko bestellen kann, sind Tajines (arabisch ‏طاجن‎, DMG ṭāǧin, pl. ‏طواجن‎ / ṭawāǧin, „Kasserolle“). Fleisch-, aber auch Nachspeisen verschiedenster Art, die in einem gebranntem und meist kunstfertig glasiertem Tongefäß geschmort werden.
Die Tajine hat einen konischen Deckel mit einer sogenannten Wassersperre, einer Mulde an der Spitze, in die beim Kochen Wasser gefüllt wird. Dieses sorgt für eine Kühlung des Deckels, innen kondensiert der Dampf und läuft außen wieder ab. Durch diesen Wasser-Dampf-Kreislauf wird der Inhalt sehr schonend gegart.

Aus unserem letzten Urlaub in Marokko haben wir aus Ouazarzate eine original Tajine mitgebracht.
Die nette Hotel-Rezeptionistin des Palmeraie Golf Palace in Marrakech war so ehrlich mir zu sagen, dass sie mit 1.200 Dirham (ca. 12,-€) wohl total überteuert war. Allerdings muss ich dazu sagen, dass sie vorher 1.600 gekostet hätte!! Nachdem wir für zwei kleine Kartons Trockenfeigen,- dateln und -aprikosen gute 20,-€, für die unfreiwillige Führung eines kleinen Jungen durch die Unwege der Souks 6,-€ und (obwohl ich mich mit Händen und Füßen gewährt habe) das Legen einer Wasserschlange um den Hals meines Mannes gute 50,-€ bezahlen sollten... bin ich richtig stolz drauf die wohl schönste Tajine der Welt um ganze 4,-€ herunter gehandelt zu haben ;)

Hier nun eine der deftigeren Varianten der marokkanischen Tajine.

Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne:

Für die Kefta (Fleischbällchen):
300-400gr Rinder Hackfleisch
1 Ei
1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
2 Teelöffel Barbecue-Gewürz
3 Esslöffel frische Petersilie, gehackt
3-4 Esslöffel Semmelbrösel
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Für die Tomaten-Sauce:
1 Dose Tomaten
2 Esslöffel Tomatenmark
2 Teelöffel Barbecue-Gewürz
1 Teelöffel Piment oder Chillie-Flocken
1 Teelöffel Zucker
1 Teelöffel Zimt
1 große, süße Gemüsezwiebel, in Spalten
1-2 Esslöffel Oliven-Öl
evtl 3-4 Lorbeerblätter
4-5 mittelgroße Eier

Und so verläuft die Handlung:

Beginnen wir mit den Kefta, den marokkanischen Fleischbällchen. Gebt das Rinderhack in eine große Schüssel und schlagt das Ei darüber auf. Dazu gesellen sich noch die Gemüsezwiebel, das Barbecue-Gewürz, sowie die frische Petersilie.

Vermengt das Ganze zu einer gleichmäßigen Masse. Falls diese zu weich ist und sich nicht richtig formen lässt, gebt ihr löffelweise die Semmelbröseln hinzu und testet ihre Formbarkeit.


Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Je nach Größe eurer Tajine oder Kasserolle formt ihr nun kleine Fleischbällchen und legt sie auf einem Teller bei Seite.

Für die Tomaten-Sauce benötigen wir nun einen mittelgroßen Topf, in dem ihr das Oliven-Öl erhitzt und die Gemüsezwiebeln darin glasig dünstet.

(Meine Tajine ist leider sehr flach. Ich bin mir über die Menge der Flüssigkeit immer unsicher. Zudem möchte ich die Sauce gerne abschmecken bevor die Tajine in den Ofen wandert, daher verwende ich den Umweg über den Topf.)




Die Dosentomaten und das Tomatenmark dazugeben und mit dem Barbecue-Pulver, dem Piment, dem Zimt und dem Zucker würzen. In dem Rezept, das ich bekam waren zwar keine Lorbeerblätter angegeben, aber wozu postulieren wir hier die Kreativität, wenn wir uns nicht auch mal was trauen?
Das Ganze für 10min köcheln lassen, bis ihr die Sauce in die Tajine kippt. Wasser in den Deckel der Tajine gießen.
Tipp:
Nicht vergessen, dass die Kefta und auch noch die Eier darin Platz finden müssen.

Den Ofen auf 150°C Umluft vorheizen und die Kefta gleichmäßig in der Tajine verteilen. Nochmals Wasser in die Vertiefung im Deckel gießen und für weitere 30min zugedeckt köcheln lassen.
Tipp:
Achtet dabei darauf, dass ihr beim Abheben des Deckels euch nicht mit dem Wasser verbrüht, dass in die Vertiefung der Tajine gekippt wird.





Nach den 30min die Fleischbällchen zusammen schieben, um Platz für die Eier zu machen. In die Tomaten-Saucen-Pfützen die Eier schlagen.
Tipp:
Ich verwende dazu verwende ich gerne eine kleine Schüssel oder Becher und gieße sie einzeln in die Tajine. Tajine wieder bedecken und die Eier für ca. 5min pochieren.
Et voilà!!

In Marrakech reichten sie mir zu diesem Gericht einen wundervoll körnigen Gewürzreis, mit Rosinen, Lorbeerblättern, Zimtstangen. Ich werde das in einem anderen Post mit euch teilen, wenn ich das mal nachgekocht und getestet hab.



Ich wünsche euch gutes Gelingen und wie immer 
bon Appetit.
Eure kreative Köchin














Kreativität ganz neu erleben

Freitag, 8. April 2011

Ei im Schinken-Toast Körbchen - Breakfast quik and dirty

Heute zeige ich euch ein Rezept, das ihr ganz fix zum Frühstück machen könnt. Es lässt sich aber auch als pfiffige Beilage zu einem Bunten Salat reichen.
Es ist wirklich so unglaublich einfach, dass ihr es morgens selbst noch im Halbschlaf hinbekommt.


Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne: (für 4 Personen)

1 Packung Speck oder gut durchwachsenen Schinken
2-3 Scheiben Vollkorntoast oder auch Schwarzbrot
2-3 Scheiben Gouda Käse
4-6 Eier (je nachdem wie viele ihr Pro Person essen wollt)
4-6 frische Salbeiblätter
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
1 Muffinform

Und so verläuft die Handlung:

Schnappt euch eure Muffinfrom und legt die Förmchen mit dem Speck aus, so dass er leicht über die Ränder steht. Danach stecht ihr mit einer etwa gleich großen Ausstechform aus den Goudascheiben ebenso viele Kreise und legt sie auf den Boden der Speckkörbchen. Darüber kommt eine Prise Pfeffer, sowie je ein Salbeiblatt.
Die Toastscheiben könnt ihr leicht antoasten, um ihnen etwas Biss zu verleihen. Auch hier Kreise ausstechen und auf die Gouda Scheiben legen.
Wie ihr sehen könnt befinden sich in der linken Reihe die Toastscheiben und die Reihe zur rechten habe ich mit Scheiben aus Vollkornbrot belegt. Die behalten mehr Biss und schmecken etwas würziger. Aber probiert es selbst einfach aus. Ich bin sicher es gibt noch viele weitere Brotsorten zu testen...

Darüber schlagt ihr nun je ein Ei in ein Körbchen und streut eine Prise Salz darüber.
Den Ofen auf 200°C aufheizen, beim Einsetzen der Muffinfrom auf 160°C zurückdrehen. So wird der Speck schön knusprig aber das Ei nur langsam gekocht.

Nun wieder die goldene Frage: Wie lange braucht das perfekte Frühstücksei?
Also ich mag es mit noch leicht flüssigem Eigelb und nehme sie daher nach etwa 12min heraus. Da euch bei dieser Frühstücksversion die lästige Eierschale nicht behindert, könnt ihr selbst entscheiden, wann euer Ei im Schinken-Toast Körbchen perfekt ist.

Dazu reiche ich bunten Salat.




Ich wünsche euch gutes Gelingen und wie immer
bon Appetit
.
Eure kreative Köchin















Kreativität ganz neu erleben

Montag, 4. April 2011

Herzpasta mit Flusskrebs-Ricotta-Füllung

Vor einer halben Ewigkeit, in den Zeiten meiner ersten Baby-Schritte in der Kochkunst, habe ich mir mal süße kleine Helferlein gekauft, mit denen man ganz simple Teigtaschen unterschiedlichster Art und Form bereiten kann. Nun endlich habe ich sie wieder vorgekramt und ein wirklich einfaches Rezept zusammen gestellt, das auch schnell zuzubereiten ist.

Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne:

Für die Herz-Pasta:
100g Packung Nudelteig, ausgerollt
200g Ricotta
300g Flusskrebse
Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Piment zum Abschmecken
1 Eigelb, verquirlt

Für die Champignon-Balsamico-Sauce:
2-3 Esslöffel Oliven-Öl
200-300g frische Champignons, geputzt und halbiert
1 Schalotte
4 Esslöffel cremigen Balsamico
1 Becher Sahne
1 Esslöffel Sahne-Merrettich 
Salz und Pfeffer und evtl. 1 Esslöffel Butter zum Abschmecken


Und so verläuft die Handlung:

In vielen meiner Kochbücher und auch in einigen Kochsendungen, die ich gerne verfolge, habe ich immer wieder mit Begeisterung und Ehrfurcht die Herstellung von selbst gemachter Pasta bewundert. Ich muss gestehen, ich habe mir bis dato dennoch keine Nudelteigmaschine geleistet, noch bin ich auf die wahnwitzige Idee gekommen, das Ausrollen des Teigs mit nem Nudelholz zu versuchen, denn im Supermarkt bekommt man bereits fertig ausgerollte Nudelteig-Rollen, die einem diese Arbeit erheblich leichter machen.
Mit dem Teigausstecher oder der jeweiligen Form, die ihr zur Hand habt (sie sollte nicht zu klein sein), stecht ihr nun die Form aus dem Teig aus. Stellt die Pasta-Herzen auf einem großen Teller bei Seite.

Für die Füllung gebt ihr die Flusskrebse in eine Moulinette und zerkleinert sie, bis sich ein grobes Püree gebildet hat. Dieses mischt ihr in einer großen Schüssel unter den Ricotta-Käse und schmeckt es mit Salz, Pfeffer, einem Spritzer Zitrone und etwas Piment ab. Wer kein Piment zur Hand hat, kann auch etwas Chilli-Pulver verwenden. Ich gebe der Füllung bei dem recht geschmacksneutralen Ricotta-Käse gerne ein wenig Pfiff. Das Ganze in einer Schüssel bei Seite stellen.

Ich lege nun ein Pasta-Herz auf je eine Hälfte meiner Form und bestreiche sie großzügig mit Eigelb. Darauf verteile ich mit einem Teelöffel die Füllung auf dem Nudelteig. Achtet darauf etwa einen 1cm breiten Rand frei zu halten. Dann Platziert ihr eine weitere ausgestochene Nudeltplatte darauf, klappt das Ganze zusammen und drückt die Ränder damit fest.
Tipp:
Für die, die einfache Ausstechformen verwendet haben: Ihr könnte die Teigtaschen mit ein paar einfachen gut verteilten Drückern mit der Gabel erzielen.
Macht so viele Herznudeln, wie ihr füllen wollt. Den Rest der Füllung kann man gut einen Tag zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Ich habe festgestellt, dass etwa drei meiner Handteller großen Herznudeln völlig für eine Person reichen. Stellt sie beiseite und setzt einen großen Topf mit Wasser auf.

Nun widmen wir uns der Champignon-Balsamico-Sauce: Dafür die geputzten und halbierten Champignons in etwas Oliven-Öl andünsten. Die Schalottenstückchen hinzugeben und alles gardünsten lassen.
Mit dem Balsamico-Essig ablöschen und einreduzieren lassen. Wen die Sauce ein cremige Konsistenz erreicht hat den Becher Sahne unter ziehen und evtl. noch etwas Butter verfeinern. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In das mittlerweile kochende Wasser geben wir etwas Salz und lassen die Herzpasta für ca. 10min bei mittlerer Hitze kochen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Gelegentlich mit einem Pastalöffel wenden.
Mit der Champignon-Balsamico-Sauce heiß servieren.

Ich wünsche euch gutes Gelingen und wie immer bon Appetit.
Eure kreative Köchin

Sonntag, 27. März 2011

Paprikasuppe mit gebratener Entenbrust




Das folgende Rezept ist aus der "Living at Home Spezial".
Mit ihren 9,80€ musste ich zuerst schon mal schlucken, allerdings haben mich die wundervollen Food-Aufnahmen und die Rezepte einfach verführt. Und beim Ausprobieren der Rezepte, war ich endgültige davon überzeugt, dass sie diesen Preis Wert war.

Die Paprikasuppe ist wirklich unglaublich köstlich und geradezu spielend einfach zuzubereiten.
Und wusstet ihr das Paprika mehr als 10mal so viele Vitamine haben als eine Orange und nur halb so viele Kalorien? ;)

Da die Version aus dem Magazin für meinen Geschmack etwas zu milde ist habe ich ein bisschen verschärft und abgeändert.
Also machen wir uns ans Werk.




Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne:

2 Zwiebeln
2-3 Knoblauchzehen
5-7 rote und orange Paprikaschoten
1/2 Kopf Weißkraut
3-4 Esslöffel Butter
500-600ml Weißwein, lieblich
800-1000ml Gemüsebrühe
300-400ml Schlagsahne
1-2 Entenbrüste
Salz, Pfeffer, rosenscharfes Paprikapulver, Piment

Und so verläuft die Handlung:

Den Weißkrautkopf halbieren. Ich bzw. mein Mann (der hat mehr Schmackes ;) verwenden dazu entweder ein Hackebeil oder unser Kasumi. Danach das Weißkraut in feine Streifen schneiden. Die Paprikaschoten von den Kernen befreien und in Würfel schneiden. Beides in große Schüsseln bei Seite stellen.
Die Zwiebel in grobe Spalten schneiden. Den Knoblauch klein schneiden und beides ebenfalls bei Seite stellen.
In einem großen Topf die Butter langsam schmelzen. Achtet darauf, dass sie nicht gerinnt. Da das Weißkraut etwas länger braucht, als die anderen Zutaten, um gar zu werden, beginne ich zuerst damit es in der Butter anzudünsten.
Lasst euch ruhig etwas Zeit damit. Das Weißkraut unterstützt den Geschmack der Paprikasuppe, wenn sie fertig abgeschmeckt ist, wirklich auf wundervoll dezente Weise. Am Besten schließt ihr den Topf dabei und stellt euch einen Timer, um die Weißkrautstreifen ab und an mal durchzuwenden.
Danach folgen die Paprika, sowie die Zwiebeln und der Knoblauch. Das Ganze ebenfalls noch etwas andünsten lassen.

Darauf mit Weißwein aufgießen und einkochen lassen, bis ca. 1/3 bis 1/2 der Flüssigkeit einreduziert ist..
Nachdem das Gemüse etwas weichgekocht ist, gießen wir die Gemüsebrühe sowie die Sahne dazu und köcheln das Ganze für 20-30min weiter.

Nach der Kochzeit püriert ihr die Suppe mit der Moulinette. Über eine anderen Topf ein feinmaschiges Sieb hängen und die Suppe löffelweise durchsieben, bis sich eine wundervoll cremige Suppe ergibt.
Das Ganze mit Salz, Pfeffer etwas Paprikapulver und Piment abschmecken. Und auf einer Herdplatte bei geringer Hitze warm halten.

Nun wascht ihr die Entenbrust, tupft sie mit einem Küchentuch vorsichtig ab, schneidet die Haut der Entenbrust rautenförmig ein. In einer großen Pfanne erhitzt ihr Bratfett und bratet die Ente auf der Hautseite knusprig an, bevor ihr sie wendet. Ich mag meine Entenbrust noch leicht rosa, deswegen brate ich sie in der Pfanne nicht durch, sondern lege ich sie noch für ca. 15min in den auf 120°C vorgeheitzten Ofen. In den letzten 5min gebe ich nochmals Gas und schalte den Grill an, um eine knusprige Haut zu erhalten.

Die Entenbrust in Streifen schneiden und sofort mit der warmen Suppe, die ich gerne mit einem Klecks leicht aufgeschäumter Sahne esse, servieren.

Ich wünsche euch gutes Gelingen und wie immer bon Appetit.
Eure kreative Köchin













Kreativität ganz neu erleben

Donnerstag, 24. März 2011

Bananen Pancakes

Meine Mum liebt Bananen. Schon immer!!
Obwohl nicht ganz.... in der Ex-DDR gab es solche Ware ja nur unter dem Ladentisch. Was erklären dürfte, weshalb meine Mutter so drauf steht. ;)
Wie auch immer: Ab und an bleiben ein paar Bananen übrig. Ich meine die, die schon langsam braune Flecken und Druckstellen bekommen. Genau die, die sonst keiner gerne mit dem *** anguckt.
NICHT wegwerfen!! Denn Daraus zaubern wir heute eine zuckersüße, schlabrige Frühstücksköstlichkeit...

Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne:

3-4 reife, 3 weiche Bananen + evtl. eine feste Banane in Streifen für die Garnitur
2 Eier
1/2 Mark Vanille Schote
1/2 Teelöffel Zimt
100-120gr Zucker
300gr Mehl (200gr Weizenmehl und 100gr Vollkornmehl*)
1 Päckchen Backpulver
100-150ml Milch, zum Verdünnen des Teigs
Zimt und Zucker zum Bestreuen, evtl. etwas Obst oder auch Quark, Vanillezucker und Sahne
Bratfett für die Pfanne


*Das Vollkornmehl, das ich heute verwende, hat mir unser lieber Freund Robert frisch gemahlen und zum Ausprobieren mitgegeben, nachdem wir eines Sonntag nachmittags Buchteln mit Vanille-Sauce von ihm gereicht bekamen und ganz begeistert feststellen mussten, dass sie einen überragend "echten" und naturreinen Geschmack hatten.
Das Geheimnis? EINKORN!!


Einkorn sorgt für Helligkeit im dunklen Vollkornuniversum. Es ist das Vollkornmehl, das am wenigsten wie Vollkorn aussieht, und am wenigsten wie Vollkorn schmeckt. Mehr Informationen sowie Einkaufsmöglichkeit gibt es beim "Biolandhof Knauf"...


Und so verläuft die Handlung:

Als Erstes die Bananen schälen und in Scheiben schneiden. Die dritte Banane in eine extra Schüssel schneiden, da wir sie als Beilage verwenden werden. Danach zerquetschen wir die Bananen zu einem Brei. Dazu verwende ich einen Kartoffelstampfer in einer flachen Schale. Bei einer Gabel entwischen einem diese kleinen schlüpfrigen Scheißer so schnell..
NICHT die Moulinette verwenden!! Wir wollen ja schließlich keinen Babybrei, sondern noch etwas Fruchtfleisch zum Beissen.
 
Das frisch gemahlene Vollkornmehl nochmals sieben und somit von den kleinen Getreidespreiseln befreien. Die Eier mit dem Zucker, dem frischen Vanillemark aus der Schote und dem Zimt verrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat und sich eine goldgelb schaumige Masse gebildet hat.

Darunter zieht ihr nun den Bananenbrei, bis alles gut miteinander vermengt ist. Darüber siebt ihr das Mehl und das Backpulver und verrührt alle Zutaten zu einer sämigen Masse.
Tipp:
Falls euch der Teig nun zu dickflüssig erscheint, gebt vorsichtig etwas von der Milch hinzu. Immer schlückchenweise zugeben und gut umrühren, um die Konsistenz zu testen. Wenn ihr den Teig zu flüssig macht, läuft auch die Masse in der Pfanne auseinander und ihr bekommt nicht diesen dicken, fluffigen Pancake, wie wir ihn anstreben.

Etwas Backfett in einer Pfanne erhitzen und löffelweise den zähflüssigen Teig zu kleinen Klecksen in der Pfanne verteilen. Wenn die Ränder der Pancakes beginnen goldbraun zu werden, sind sie bereit gewendet zu werden. Auch die zweite Seite herrlich goldbraun herausbraten.



Aus der Pfanne nehmen und noch heiß mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen und mit ein paar Bananenscheiben warm servieren.
Was auch köstlich dazu schmeckt sind ein Löffelchen Quark mit Sahne oder ein paar Tropfen Honig oder auch Obstsalat oder oder oder..., aber ich bin sicher, dass der leckere Duft der Bananen-Pancakes euch schon auf die köstlichsten Ideen bringen wird...


Ich wünsche euch gutes Gelingen und wie immer
bon Appetit
.
Eure kreative Köchin