Meine Mum liebt Bananen. Schon immer!!
Obwohl nicht ganz.... in der Ex-DDR gab es solche Ware ja nur unter dem Ladentisch. Was erklären dürfte, weshalb meine Mutter so drauf steht. ;)
Wie auch immer: Ab und an bleiben ein paar Bananen übrig. Ich meine die, die schon langsam braune Flecken und Druckstellen bekommen. Genau die, die sonst keiner gerne mit dem *** anguckt.
NICHT wegwerfen!! Denn Daraus zaubern wir heute eine zuckersüße, schlabrige Frühstücksköstlichkeit...
Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne:
3-4 reife, 3 weiche Bananen + evtl. eine feste Banane in Streifen für die Garnitur
2 Eier
1/2 Mark Vanille Schote
1/2 Teelöffel Zimt
100-120gr Zucker
300gr Mehl (200gr Weizenmehl und 100gr Vollkornmehl*)
1 Päckchen Backpulver
100-150ml Milch, zum Verdünnen des Teigs
Zimt und Zucker zum Bestreuen, evtl. etwas Obst oder auch Quark, Vanillezucker und Sahne
Bratfett für die Pfanne
*Das Vollkornmehl, das ich heute verwende, hat mir unser lieber Freund Robert frisch gemahlen und zum Ausprobieren mitgegeben, nachdem wir eines Sonntag nachmittags Buchteln mit Vanille-Sauce von ihm gereicht bekamen und ganz begeistert feststellen mussten, dass sie einen überragend "echten" und naturreinen Geschmack hatten.
Das Geheimnis? EINKORN!!
Einkorn sorgt für Helligkeit im dunklen Vollkornuniversum. Es ist das Vollkornmehl, das am wenigsten wie Vollkorn aussieht, und am wenigsten wie Vollkorn schmeckt. Mehr Informationen sowie Einkaufsmöglichkeit gibt es beim "Biolandhof Knauf"...
Und so verläuft die Handlung:
Als Erstes die Bananen schälen und in Scheiben schneiden. Die dritte Banane in eine extra Schüssel schneiden, da wir sie als Beilage verwenden werden. Danach zerquetschen wir die Bananen zu einem Brei. Dazu verwende ich einen Kartoffelstampfer in einer flachen Schale. Bei einer Gabel entwischen einem diese kleinen schlüpfrigen Scheißer so schnell..
NICHT die Moulinette verwenden!! Wir wollen ja schließlich keinen Babybrei, sondern noch etwas Fruchtfleisch zum Beissen.
Das frisch gemahlene Vollkornmehl nochmals sieben und somit von den kleinen Getreidespreiseln befreien. Die Eier mit dem Zucker, dem frischen Vanillemark aus der Schote und dem Zimt verrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat und sich eine goldgelb schaumige Masse gebildet hat.
Darunter zieht ihr nun den Bananenbrei, bis alles gut miteinander vermengt ist. Darüber siebt ihr das Mehl und das Backpulver und verrührt alle Zutaten zu einer sämigen Masse.
Tipp:
Falls euch der Teig nun zu dickflüssig erscheint, gebt vorsichtig etwas von der Milch hinzu. Immer schlückchenweise zugeben und gut umrühren, um die Konsistenz zu testen. Wenn ihr den Teig zu flüssig macht, läuft auch die Masse in der Pfanne auseinander und ihr bekommt nicht diesen dicken, fluffigen Pancake, wie wir ihn anstreben.
Etwas Backfett in einer Pfanne erhitzen und löffelweise den zähflüssigen Teig zu kleinen Klecksen in der Pfanne verteilen. Wenn die Ränder der Pancakes beginnen goldbraun zu werden, sind sie bereit gewendet zu werden. Auch die zweite Seite herrlich goldbraun herausbraten.
Aus der Pfanne nehmen und noch heiß mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen und mit ein paar Bananenscheiben warm servieren.
Was auch köstlich dazu schmeckt sind ein Löffelchen Quark mit Sahne oder ein paar Tropfen Honig oder auch Obstsalat oder oder oder..., aber ich bin sicher, dass der leckere Duft der Bananen-Pancakes euch schon auf die köstlichsten Ideen bringen wird...
Ich wünsche euch gutes Gelingen und wie immer
bon Appetit.
Eure kreative Köchin
Donnerstag, 24. März 2011
Mittwoch, 23. März 2011
Blattspinat gefüllte Polenta-Nester mit saftigem Rinderfillet
Leider viel zu selten, aber dafür umso mehr zelebriert, kommen uns unsere Freunde Robert und Petra besuchen. Dafür wird dann kräftig aufgetischt und aus der Koch-Trickkiste gekramt.
Da beide sowohl leidenschaftlich gerne, als auch ausgesprochen gut kochen, ist die Messlatte bei ihren Besuchen immer besonders hoch gehängt, mit immer wieder neuen Ideen und Geschmäckern unseren bereichernden, kulinarischen Austausch zu beleben.
Mitkocher sind also Robert und Petra, mein Mann und natürlich ich... (verkneift's euch!!)
Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne:
Für die Polenta-Nester:
250g Blattspinat, aufgetaut
1 Schüssel Polenta
500-600ml Hühnerbrühe
1 Packung Manouri
200g Parmegiano Regiano
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
1 Muffin Form, sowie Backfett zum Einfetten
Für das Filet mit Tomaten-Honig-Senf-Soße:
4-5 Stücke mariniertes Rinderfilet (von unserem Lieblings-Metzger Kramer)
1 Becher Sahne
1 Esslöffel Tomatenmark
2-3 Esslöffel Honig
2 Esslöffel Senf
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Und so verläuft die Handlung:
Spinat allmählich in einem kleinen Kochtopf bei schwacher Hitze auftauen und anschließend garen lassen.
In einem weiteren Topf die Hühnerbrühe zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren die Polenta langsam einrieseln lassen.
Falls nötig, könnt ihr die Polenta noch mit etwas Brühpulver nachwürzen. Das Ganze etwas ruhen lassen und gelegentlich mit einem Schneebesen durchrühren, bis sich eine sämige Masse bildet. In den Blattspinat den zerbröselten Manourie unterziehen. Mit Salz, Pfeffer und etwas frischem Muskat abschmecken.
Nun beginnt der zauberhafte Teil unsere Handlung die Kombination und Verwandlung zu etwas Neuem, Leckeren.
Fettet eure Muffinform mit Backfett ein. Darin verteilt ihr nun die Polentamasse. Die überschüssige Masse habe ich mit einer Kuchenspachtel sauber abgezogen. Mit Hilfe eines Teelöffels höhle ich die Förmchen leicht aus, um darin anschließend die Blattspinatmasse zu verteilen. Darüber kommt der frisch geriebene Parmesan und wird im Ofen bei 180°C (Umluft) ca. 15min goldbraun überbacken.
In der Zwischenzeit eine Pfanne anheizen und die marinierten Rinderfiletstücke kurz aber heiß anbraten, bis sie etwas Farbe bekommen. Da ich mein Filet noch leicht rosa liebe, wandern die fertigen Polenta raus aus dem Ofen und die Rinderfiletstücke rein in den Ofen. Ich schmeiße hierzu noch unseren Grill an und gebe den fleischlichen Köstlichkeiten für weitere 5-7min nochmals Zunder.
So und wie ihr an der sexy Hand oben links seht, ist mein Mann der Saucen-Spezialist.
In dem Bratensaft der Rinderfilets Sahne und Sahnemerrettich leicht aufköcheln lassen, mit einem Esslöffel Tomatenmark etwas eindicken lassen. Das Ganze wird mit Honig, Salz und Pfeffer abgeschmeckt.
Da die Polenta schnell auskühlt solltet ihr nun zum einen schnell und zum anderen mit vorgewärmten Tellern arbeiten (ich gebe diese gerne die letzten 5-6min der Polenta-Garzeit mit in den Ofen).
Platziert das Polenta-Nest auf dem Teller, gebt etwas von der Tomatensauce hinzu und zu guter Letzt das wundervoll rosa farbene Rinderfilet. Et voilà!!
Robert, Petra, der kreative Koch und seine kreative Köchin wünschen bon apetit!
Donnerstag, 17. März 2011
Dreifach Schokoladen-Käsekuchen
Als kleine Dessert-Naschkatze triebt es mich regelmäßig im Supermarkt in die Tiefkühlabteilung vor die Regale eines bekannten Herstellers für Fertig-Konditorei-Torten. ;)
Ui… ich seh schon die ersten von euch die Nase rümpfen!! Aber nein, ich schäme mich nicht zuzugeben, dass die Fertig-Torten durchaus meinen Geschmack treffen und meines Erachtens auch ihren Preis Wert sind, im Vergleich zu manch „echter“ Konditoreiware.
Aber kommen wir wieder zum Thema und Grund meiner in letzter Zeit gehäuften Pilgerreisen…
Eher neu im Kühlfach findet sich der American Style Zebra-Cheescake, der mir öfter zuflüstert „Nimm mich mit“. Allerdings entgegne ich ihm standhaft (eher ungewöhnlich für mich) „Dich krieg ich besser hin“. Tja ich hoffe ich hab den Mund hier nicht zu voll genommen, denn heute werden wir uns gemeinsam an diesem Kuchen versuchen, inspiriert durch zahllose Rezepte, die ich im Internet gefunden habe.
Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne:
Für den Tortenboden:
200g Haferkekse
50 g Brauner Zucker oder auch Rohrzucker
115g Butter
2-3 Esslöffel dunkles Kakaopulver
Für den Kuchenteig:
4x 225g Quark, bei Raumtemperatur
4 Eier, bei Raumtemperatur
180g Zucker
200ml Schlagsahne, bei Raumtemperatur
1 Esslöfel Zitronensaft
1 Teelöffel Vanille-Extrakt oder das Mark einer ½ Vanille-Schote
100g zartbittre Schokolade (ich verwende gerne auch 80-90%ige)
100g Vollmilch Schokolade
100g weiße Schokolade
½ Teelöffel Salz
Und so verläuft die Handlung:
Eine schnelle und effektive Möglichkeit aus den Haferkeksen Brösel für den Tortenboden zu bekommen ist sie in eine Mulinette zu geben und nacheinander durchzuschrädern. Nachteil der Sache: die Behälter der Mulinette reichen zum einen meist nur für zwei oder drei Kekse und zum anderen sind sie dafür eigentlich nicht vorgesehen, sprich auf Dauer könnten die Messer stumpf werden…
Tipp:
Ich packe die Haferkekse gerne in einen Gefrierbeutel und geb ihnen dann Saures mit meinem Teigroller. Braucht ein bisschen Muskelschmalz und Geduld, da die Kekse nicht alle sofort gleichmäßig groß zerbröseln, aber ich bin sicher ihr bekommt das hin.
Die Butter entweder in einem Topf bei geringer Hitze schmelzen oder so wie ich die Mikrowelle bemühen (auch hier Wattzahl zurückdrehen!!)
Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vermischen bis sich eine gleichmäßige knetfeste Masse ergeben hat. Diese verteilt ihr dann auf den Boden einer gut eingefetteten Springform und drückt sie fest.
In eine große Backschüssel gebe ich den Quark und rühre ihn mit dem Mixer bei geringer Stufe bis er kremig ist. Dazu gesellt sich der Zucker, der eingerührt wird, bis er sich aufgelöst hat.
Nacheinander gebe ich die Eier hinzu und verrühre sie bei geringer Stufe. Achtet darauf, dass ihr das nächste Ei erst hinzugebt, wenn das vorherige vollständig eingerührt ist.
Hinzu kommen die Schlagsahne, der Vanille-Extrakt, der Zitronensaft und das Salz. Vermischt das Ganze bis es eine kremige, gleichmäßige Konsistenz hat.
Der Teig wird nun in drei gleichgroße Schüsseln verteilt. Für jede Schüssel wird je 100g der zartbitteren, vollmilch oder weiße Schokolade geschmolzen, leicht zum Abkühlen gebracht und in die jeweilige Schüssel untergerührt.
Tipp:
Um den Teig, der durch die Schokoladenmasse etwas eindickt wieder geschmeidig zu bekommen, gebe ich die Schüsseln in ein Wasserbad, gebe falls nötig einen Schluck Schlagsahne hinzu und rühre sie weiter, bis sie wieder die gewünschte Konsistenz erhalten haben. Achtet darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist, damit das Ei in der Teigmischung nicht anstockt.
Nun beginnt der zauberhafte Teil unserer Küchenaufführung. Bereitet euch für jede Schüssel bzw. jede Teigmischung einen großen Küchenlöffel vor. Abwechselnd gießt ihr nur jeweils zwei Löffel der verschiedenen Teigmischungen in die Mitte der vorbereiteten Springform. Der Teig fliest ganz automatisch auseinander, wenn er die nächste Teigmischung hinein fließen lasst.
Ich beginne mit der Zartbitter-Mischung gefolgt von der Vollmilch-Mischung und danach lasse ich ebenfalls direkt in die Mitte der Vollmilch-Mischung die Mischung aus der weißen Schokolade fließen (Ihr könnt natürlich die Reihenfolge nach eigenem Gusto bestimmen). Dieser Vorgang wiederholt sich so lang bis ihr den Teig aufgebraucht habt.
Den Ofen auf 150°C Umluft vorheizen, auf unterster Schiene eine Reine mit Wasser befüllen und reinschieben. Backt den Kuchen nun für etwa 90min, bis er fast durch ist. (Nach ca. 30-45min könnte ihr den Kuchen mit Alufolie bedecken, damit er nicht zu braun wird und den Ofen auf 120°C zurückdrehen) Der Kuchen sollte an den Rändern fest sein, bei leichtem Rütteln in der Mitte allerdings noch leicht zähflüssig. Dreht nun den Ofen aus und lasst den Kuchen bei geschlossener Ofentür für weitere 60min nachziehen.
Tipp:
Der noch zähflüssige Teig verfestigt sich und die unschönen Risse an der Oberfläche werden dadurch vermieden.
Nach der Stunde nehmt ihr den Kuchen vorsichtig aus dem Wasserbad und lasst ihn völlig auskühlen, bevor ihr ihn in den Kühlschrank stellt. Mindestens für 2-3h damit sich der Geschmack entfalten kann.
Sobald die unerträglich lange Wartezeit vorüber ist, löst ihr den Kuchen vorsichtig aus der Springform, bereitet eine Schokoladenganache zu und verziert ihn, wie zum Beispiel ich, mit Schokoladenraspeln.
Bon apetit!
Hier noch ein kleiner Nachtrag:
Wie ihr an dem Foto zu rechten sehen könnt, bilden sich die Streifen der unterschiedlichen Schokoladensorten leider nicht so toll ab.
Das liegt daran, dass ich es mal wieder besonders gut gemeint hab und einfach zu viele Schichten hintereinander eingegossen habe (so ca. 12-14) . Zwei bis max. 3 Durchgänge hätten vollkommen gereicht.
Die Devise lautet hier also: Weniger ist mehr!!
Ui… ich seh schon die ersten von euch die Nase rümpfen!! Aber nein, ich schäme mich nicht zuzugeben, dass die Fertig-Torten durchaus meinen Geschmack treffen und meines Erachtens auch ihren Preis Wert sind, im Vergleich zu manch „echter“ Konditoreiware.
Aber kommen wir wieder zum Thema und Grund meiner in letzter Zeit gehäuften Pilgerreisen…
Eher neu im Kühlfach findet sich der American Style Zebra-Cheescake, der mir öfter zuflüstert „Nimm mich mit“. Allerdings entgegne ich ihm standhaft (eher ungewöhnlich für mich) „Dich krieg ich besser hin“. Tja ich hoffe ich hab den Mund hier nicht zu voll genommen, denn heute werden wir uns gemeinsam an diesem Kuchen versuchen, inspiriert durch zahllose Rezepte, die ich im Internet gefunden habe.
Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne:
Für den Tortenboden:
200g Haferkekse
50 g Brauner Zucker oder auch Rohrzucker
115g Butter
2-3 Esslöffel dunkles Kakaopulver
Für den Kuchenteig:
4x 225g Quark, bei Raumtemperatur
4 Eier, bei Raumtemperatur
180g Zucker
200ml Schlagsahne, bei Raumtemperatur
1 Esslöfel Zitronensaft
1 Teelöffel Vanille-Extrakt oder das Mark einer ½ Vanille-Schote
100g zartbittre Schokolade (ich verwende gerne auch 80-90%ige)
100g Vollmilch Schokolade
100g weiße Schokolade
½ Teelöffel Salz
Und so verläuft die Handlung:
Eine schnelle und effektive Möglichkeit aus den Haferkeksen Brösel für den Tortenboden zu bekommen ist sie in eine Mulinette zu geben und nacheinander durchzuschrädern. Nachteil der Sache: die Behälter der Mulinette reichen zum einen meist nur für zwei oder drei Kekse und zum anderen sind sie dafür eigentlich nicht vorgesehen, sprich auf Dauer könnten die Messer stumpf werden…
Tipp:
Ich packe die Haferkekse gerne in einen Gefrierbeutel und geb ihnen dann Saures mit meinem Teigroller. Braucht ein bisschen Muskelschmalz und Geduld, da die Kekse nicht alle sofort gleichmäßig groß zerbröseln, aber ich bin sicher ihr bekommt das hin.
Die Butter entweder in einem Topf bei geringer Hitze schmelzen oder so wie ich die Mikrowelle bemühen (auch hier Wattzahl zurückdrehen!!)
Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und vermischen bis sich eine gleichmäßige knetfeste Masse ergeben hat. Diese verteilt ihr dann auf den Boden einer gut eingefetteten Springform und drückt sie fest.
In eine große Backschüssel gebe ich den Quark und rühre ihn mit dem Mixer bei geringer Stufe bis er kremig ist. Dazu gesellt sich der Zucker, der eingerührt wird, bis er sich aufgelöst hat.
Nacheinander gebe ich die Eier hinzu und verrühre sie bei geringer Stufe. Achtet darauf, dass ihr das nächste Ei erst hinzugebt, wenn das vorherige vollständig eingerührt ist.
Hinzu kommen die Schlagsahne, der Vanille-Extrakt, der Zitronensaft und das Salz. Vermischt das Ganze bis es eine kremige, gleichmäßige Konsistenz hat.
Der Teig wird nun in drei gleichgroße Schüsseln verteilt. Für jede Schüssel wird je 100g der zartbitteren, vollmilch oder weiße Schokolade geschmolzen, leicht zum Abkühlen gebracht und in die jeweilige Schüssel untergerührt.
Tipp:
Um den Teig, der durch die Schokoladenmasse etwas eindickt wieder geschmeidig zu bekommen, gebe ich die Schüsseln in ein Wasserbad, gebe falls nötig einen Schluck Schlagsahne hinzu und rühre sie weiter, bis sie wieder die gewünschte Konsistenz erhalten haben. Achtet darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist, damit das Ei in der Teigmischung nicht anstockt.
Nun beginnt der zauberhafte Teil unserer Küchenaufführung. Bereitet euch für jede Schüssel bzw. jede Teigmischung einen großen Küchenlöffel vor. Abwechselnd gießt ihr nur jeweils zwei Löffel der verschiedenen Teigmischungen in die Mitte der vorbereiteten Springform. Der Teig fliest ganz automatisch auseinander, wenn er die nächste Teigmischung hinein fließen lasst.
Ich beginne mit der Zartbitter-Mischung gefolgt von der Vollmilch-Mischung und danach lasse ich ebenfalls direkt in die Mitte der Vollmilch-Mischung die Mischung aus der weißen Schokolade fließen (Ihr könnt natürlich die Reihenfolge nach eigenem Gusto bestimmen). Dieser Vorgang wiederholt sich so lang bis ihr den Teig aufgebraucht habt.
Den Ofen auf 150°C Umluft vorheizen, auf unterster Schiene eine Reine mit Wasser befüllen und reinschieben. Backt den Kuchen nun für etwa 90min, bis er fast durch ist. (Nach ca. 30-45min könnte ihr den Kuchen mit Alufolie bedecken, damit er nicht zu braun wird und den Ofen auf 120°C zurückdrehen) Der Kuchen sollte an den Rändern fest sein, bei leichtem Rütteln in der Mitte allerdings noch leicht zähflüssig. Dreht nun den Ofen aus und lasst den Kuchen bei geschlossener Ofentür für weitere 60min nachziehen.
Tipp:
Der noch zähflüssige Teig verfestigt sich und die unschönen Risse an der Oberfläche werden dadurch vermieden.
Nach der Stunde nehmt ihr den Kuchen vorsichtig aus dem Wasserbad und lasst ihn völlig auskühlen, bevor ihr ihn in den Kühlschrank stellt. Mindestens für 2-3h damit sich der Geschmack entfalten kann.
Sobald die unerträglich lange Wartezeit vorüber ist, löst ihr den Kuchen vorsichtig aus der Springform, bereitet eine Schokoladenganache zu und verziert ihn, wie zum Beispiel ich, mit Schokoladenraspeln.
Bon apetit!
Hier noch ein kleiner Nachtrag:
Wie ihr an dem Foto zu rechten sehen könnt, bilden sich die Streifen der unterschiedlichen Schokoladensorten leider nicht so toll ab.
Das liegt daran, dass ich es mal wieder besonders gut gemeint hab und einfach zu viele Schichten hintereinander eingegossen habe (so ca. 12-14) . Zwei bis max. 3 Durchgänge hätten vollkommen gereicht.
Die Devise lautet hier also: Weniger ist mehr!!
Mittwoch, 25. August 2010
Knusprige Wan-Tan-Taschen mit Bruschetta-Füllung
Die kreative Köchin kann nix verderben lassen und deswegen habe aus der überschüssigen Bruschetta-Füllung aus meinem "Seeteufel auf Tomaten-Paprika-Bett in Wan-Tan-Mantel und Zitronen-Reispilaw"- Rezept und den übrigen Frühlingsrollen-Platten eine nette Beilage gezaubert, die ich asiatischen Gerichten als Beilage empfehlen würde, aber auch gerne als knusprige Beigabe zu milden Creme-Suppen reiche.
Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne:
2 Esslöffel Olivenöl
2-3 Schalotten
5-7 kleine Rispentomaten, grob gewürfelt
1 Glas Paprika-Bruschetta Mischung
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
1 Packung Frühlingsrollen-Platten
1 Ei, verquirlt
2-3 Esslöfel Backfett
Und so verläuft die Handlung:
Erhitzt das Olivenöl in einer kleinen Pfanne. Schneidet gleich alle Schalotten in feine Würfel (etwa die Hälfte davon brauchen wir später für das Reispilaw). Diese dünstet ihr kurz in der Pfanne an und gebt dann die zuvor gewürfelten Rispentomaten dazu. Auch diese lassen wir nicht zu lange köcheln, da wir den frisch-säuerlichen Geschmack behalten wollen. Für die fruchtig-süße Noten geben wir das Glas Paprika-Bruschetta hinzu und schmecken das Ganze mit Salz und Pfeffer ab.
Für die unter euch, die jetzt die Nase rümpfen über die Fertig-Bruschetta... Wer schon mal versucht hat aus frischen Tomaten echte italienische Tomatensauce zu machen und sich gewundert hat, weshalb das Ganze schmeckt wie Spülwasser und alles andere als vollmundig-fruchtig, wird bald erkannt haben, dass die in Dosen oder Gläser gefüllten Tomaten auf Grund der Tatsache, dass sie auf dem Höhepunkt ihres Reifegrades geerntet und verarbeitet werden, wesentlich süßer und fruchtiger schmecken.
Stellt die Pfanne bei Seite, denn wir wollen nicht, dass die Füllung zerkocht.
Für das Seeteufel-Rezept hatte ich die großen Teigplatten benötigt und dementsprechend große Wan-Tan-Taschen gemacht. Für dieses Rezept würde es sich empfehlen, die kleinere Version zu besorgen und auch kleiner Taschen zu falten, damit ihr nicht die Hälfte davon über habt. denn dadurch, dass die Teigplatten hauchdünn ausgerollt sind, ist so eine Packung sehr ergiebig.
Uns so funktioniert es.
Bei den kleinen Teigplatten: Quadratischen Platten halbieren. Teig gut mit verquirltem Ei bestreichen. 1 - 11/2 Teelöffel der Füllung links von der ausgerollten Platte auflegen und die rechte Ecke zu einem Dreick nach links klappen; leicht festdrücken. Nun das Dreieck an der oberen Kante nach links klappen und wieder nach rechts... Bis sich ein gut eingepacktes Wan-Tan-Dreieck gebildet hat.
Bei den großen Teigplatten:Selbe Prozedur wie oben, nur dass ihr hier gut einen Essölfell voll Bruschetta-Füllung verwenden könnt.
In einer Pfanne Backfett hoch erhitzen und Wan-Tan-Taschen goldbraun ausbacken.
Warm servieren.
Bon apetit!
Montag, 23. August 2010
Seeteufel auf Tomaten-Paprika-Bett in Wan-Tan-Mantel und Zitronen-Reispilaw
Wie der Name des Posts schon verspricht, wird diese Gericht eine echter Hit, allerdings auch eine echte Herausforderung an euer Multi-Tasking, da es hier wirklich auf eine gute Vorbereitung und punktgenaues Kochen geht.
Inspiriert ist dieses Gericht durch einen wunderschönen Abend in einem kleinen Restaurant in Straßburg, das "Fleur de Sel". Das scheinbar unspektakuläre Restaurant (meines Erachtens nach unter marokkanischer Leitung) besticht durch seine wirklich umfangreiche, sehr ansprechende Karte. Nach dem Motto "wer die Wahl hat,...".
Anders im Großteil Straßburg und Umgebung ist man hier allerdings ohne Französisch "aufgeschmissen". Man verständigt sich mit Händen und Füßen und freundlicher Unterstützung der Nachbartische jedoch sehr schnell über die wenigen unverständlichen Worte auf der französischen Karte...
Meinen Seelachs in Strudelteigmantel mit Petersilienkartoffeln möchte ich nun in abgewandelter Form mit euch mit gehabt Schritt für Schritt nachkochen. Bon chance!
Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne:
Für den Seeteufel:
2 Esslöffel Olivenöl
2-3 Schalotten
5-7 kleine Rispentomaten, grob gewürfelt
1 Glas Paprika-Bruschetta Mischung
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
200g Seeteufel
große Packung Frühlingsrollenblätter
Backfett für das Ausbacken
Für das Zitronen-Reispilaw:
2 Esslöffel Olivenöl
2 Schalotten
11/2 Tassen Langkornreis
3 Tassen Hühnerbrühe
1 Limette oder 2-3 Esslöffel Zitronnesaft
handvoll frische Petersilie, gehackt
Für die Zuckerbohnen-Schinken-Röllchen:
1 Packung Zuckerbohnen
1 Packung mageren Räucherschinken
Und so verläuft die Handlung:
Erhitzt das Olivenöl in einer kleinen Pfanne. Schneidet gleich alle Schalotten in feine Würfel (etwa die Hälfte davon brauchen wir später für das Reispilaw). Diese dünstet ihr kurz in der Pfanne an und gebt dann die zuvor gewürfelten Rispentomaten dazu. Auch diese lassen wir nicht zu lange köcheln, da wir den frisch-säuerlichen Geschmack behalten wollen. Für die fruchtig-süße Noten geben wir das Glas Paprika-Bruschetta hinzu und schmecken das Ganze mit Salz und Pfeffer ab.
Für die unter euch, die jetzt die Nase rümpfen über die Fertig-Bruschetta... Wer schon mal versucht hat aus frischen Tomaten echte italienische Tomatensauce zu machen und sich gewundert hat, weshalb das Ganze schmeckt wie Spülwasser und alles andere als vollmundig-fruchtig, wird bald erkannt haben, dass die in Dosen oder Gläser gefüllten Tomaten auf Grund der Tatsache, dass sie auf dem Höhepunkt ihres Reifegrades geerntet und verarbeitet werden, wesentlich süßer und fruchtiger schmecken.
Stellt die Pfanne bei Seite, denn wir wollen nicht, dass die Füllung zerkocht.
Jetzt widmen wir uns dem Seeteufel. Wascht ihn und tupft ihm mit einem Küchentuch leicht ab. Ich habe die länglichen Fischfilets halbiert und nebeneinander auf die halbierte Wan-Tan-Teigplatte gelegt.
Tipp: Wan-Tan sind unglaublich dünn ausgerollte Teigplatten, die den Saft unserer Tomaten-Paprika-Füllung sehr schnell aufnehmen könnten, daher habe ich mich für zwei Wan-Tan-Schichten entschieden.
Auf den Seeteufel wird nun die Tomaten-Paprika-Mischung gleichmäßig verteilt. Vorsichtig! Wenn ihr zügig gearbeitet habt, ist die noch heiß!...
Jetzt geschieht die Magie! Wir wickeln unseren Seeteufel zu einem kelinen Paket ein. Erst wird der untere Teil der Teigplatte nach oben geklappt, dann die beiden äußeren Platten übereinander zusammen geklappt; leicht fest drücken. Den oberen Teil habe ich nun nicht ebenfalls nach oben, über den Seeteufel geklappt, sondern nach unten, damit wir einen gleichmäßig dicken Wan-Tan-Mantel haben.
Legt die Seeteufel-Päckchen bei Seite.
Wir widmen uns nun dem Reispilaw und den Zuckerbohnen-Schinken-Röllchen und dem Zitronen-Reispilaw. Für die Bohnen setzt ihr Wasser in einem mittleren Topf auf. Für die Zuckerbohnen verwende ich keine Salz im Kochwasser!
Für das Reispilaw erhitzt ihr das Öl in einem großen Topf. Darin werden die restlichen Schalotten-Würfelchen leicht angedünstet. Dazu gesellt sich nun der Reis. Lasst das Ganze 2-3 Minuten leicht andünsten und löscht es nun mit der Hühnerbrühe ab. Das Ganze sollte nun langsam bei geringer Hitze vor sich hinköcheln.
In dieser Zeit können wir unsere Bohnen in das mittlerweile kochende Wasser geben. Dreht die Hitze zurück und checkt mit dem Gabeltest ab und an die Konsistenz der Bohnen. Sie sollten noch bissfest und vor allem noch satt-grün sein. Gießt die Bohnen ab und schreckt sie in eiskaltem Wasser kurz ab, so behalten sie auch noch ihre schön satt-grüne Farbe. Diese werden nun bündelweise in den vorbereiteten Schinken eingewickelt und beiseite gestellt.
In den Reispilaw, dessen Flüssigkeit nun fast eingekocht sein sollte, geben wir die gehackte Petersilie und den Saft einer frisch gepressten Limette. Gebt den Saft nicht in einem Schwung rein sondern schmeckt ihn immer wieder ab, damit das Reispilaw nicht übersäuert schmeckt. Zieht alles unter zu einer sämigen Mischung. Dreht die Hitze zurück und gebt den Deckel auf den Topf, damit der Reis warm bleibt und noch leicht nachziehen kann.
Denn nun widmen wir uns wieder unserem Seeteufel. Erhitzt in einer großen Pfanne das Bratfett.Tipp: Das Fett sollte sshr heiß sein, damit die der Wan-Tan-Mantel nicht das fett aufsaugt, sondern schön ausgebacken und knusprig wird. Von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Nehmt sie aus der Pfanne und stellt sie kurz beiseite, denn werden wir die Röllchen in der Pfanne noch kurz von allen Seiten kurz anbraten, bis der Räucherschinken Farbe bekommen hat.
Wer möchte kann das auch parallel in zwei Pfannen machen, damit der Fisch nicht in der Zwischenzeit auskühlen kann.
Aber ich bin schnell und faul!! :)
Das Reispilaw in eine kleine Ofenfrom geben und auf den Teller stülpen. ein Seeteufel-Päckchen und ein paar Zuckerbohnen-Schinken-Röllchen gesellen sich dazu.
Bon apetit!
Freitag, 20. August 2010
Restaurant No. 9 - Gelbes Erdnuss-Curry mit Kartoffeln
Eines der Currys, die wir von Shadows Schwester im Restaurant No. 9 beigebracht bekommen, ist das gelbe Erdnuss-Curry mit Kartoffeln.
Shadow erklärt uns, dass jeder Thailänder natürlich die Curry-Pasten, die in der thailändischen Küche zum Einsatz kommen, selbst mischt. Und dass jede Familie stolz ist auf ihre ganz persönlichen Mischungen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Wir können uns hier in Deutschland mit fertig zubereiteten Pasten aus Asia-Läden aushelfen. Auch hier gibt es unterschiedliche Geschmacksrichtungen und Schärfegrade. Shadow erklärt uns, dass man im allgemeinen zwischen grünen (mildem Curry), gelben (mittelscharfen Curry) und rotem Curry (für Hartgesottene) unterscheidet.
Ich empfand die Speisen in Thailand nur selten als wirklich unerträglich scharf, aber ich komm ja auch aus nem Land, in dem man aus Langeweile Pepe-Schoten isst. Meine Empfehlung an euch also: probiert die Pasten vorsichtig, bevor ihr mit ihnen ein Gericht zaubert!!
Das sind unsere Hauptdarsteller auf der Küchenbühne:
1 Packung Kokosmilch
1-2 Esslöffel gelbe Curry-Paste
2 mittelgroße Hühnerbrustfilets, in Streifen geschnitten
1/2 Gemüsezwiebel, in groben Spalten
2-3 Esslöffel Erdnussbutter oder geschrederte Erdnüsse
2-3 Thai-Auberginen, in Spalten
1 handvoll Shitake Pilze oder braune Champignons
5-6 mittelgroße Kartoffeln, gekocht
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
1 kleiner Bund Koriander, gezupft
1 Chili-Schote, in Ringen
Und so verläuft die Handlung:
Gießt die Kokosmilch in die heiße Pfanne und gebt die Curry-Paste dazu. Verrührt das Ganze, bis es keine sichtbaren Schlieren mehr gibt und sich die Curry-Paste komplett aufgelöst hat. Unbedingt abschmecken wegen der Schärfe! Dazu kommt nun das Huhn sowie die Zwiebelspalten. Bei schwacher Hitze garkochen.
Wenn das Hühnchen gar ist, gesselen sie die Thai-Auberginen dazu. Lasst auch diese kurz angaren, da sie eine längere Garzeit haben. Gebt die geschnittenen Pilze hinzu. Nun wird die Erdnussbutter untergezogen. Shadows Schwester verwendete hierfür schredderte Erdnüsse. Ich ziehe allerdings den sämigen Geschmack von Erdnussbutter vor. Danach kommen die bereits gekochten Kartoffeln hinzu.
Da ich zu asiatischem Essen einfach nicht auf Reis verzichten kann, serviere ich das Ganze mit Basmati-Reis. Allerdings kann das Gericht mit den Kartoffeln auch als vollwertige Mahlzeit gegessen werden.
Bon apetit!
Shadow erklärt uns, dass jeder Thailänder natürlich die Curry-Pasten, die in der thailändischen Küche zum Einsatz kommen, selbst mischt. Und dass jede Familie stolz ist auf ihre ganz persönlichen Mischungen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.
Wir können uns hier in Deutschland mit fertig zubereiteten Pasten aus Asia-Läden aushelfen. Auch hier gibt es unterschiedliche Geschmacksrichtungen und Schärfegrade. Shadow erklärt uns, dass man im allgemeinen zwischen grünen (mildem Curry), gelben (mittelscharfen Curry) und rotem Curry (für Hartgesottene) unterscheidet.
Ich empfand die Speisen in Thailand nur selten als wirklich unerträglich scharf, aber ich komm ja auch aus nem Land, in dem man aus Langeweile Pepe-Schoten isst. Meine Empfehlung an euch also: probiert die Pasten vorsichtig, bevor ihr mit ihnen ein Gericht zaubert!!
Das sind unsere Hauptdarsteller auf der Küchenbühne:
1 Packung Kokosmilch
1-2 Esslöffel gelbe Curry-Paste
2 mittelgroße Hühnerbrustfilets, in Streifen geschnitten
1/2 Gemüsezwiebel, in groben Spalten
2-3 Esslöffel Erdnussbutter oder geschrederte Erdnüsse
2-3 Thai-Auberginen, in Spalten
1 handvoll Shitake Pilze oder braune Champignons
5-6 mittelgroße Kartoffeln, gekocht
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
1 kleiner Bund Koriander, gezupft
1 Chili-Schote, in Ringen
Und so verläuft die Handlung:
Gießt die Kokosmilch in die heiße Pfanne und gebt die Curry-Paste dazu. Verrührt das Ganze, bis es keine sichtbaren Schlieren mehr gibt und sich die Curry-Paste komplett aufgelöst hat. Unbedingt abschmecken wegen der Schärfe! Dazu kommt nun das Huhn sowie die Zwiebelspalten. Bei schwacher Hitze garkochen.
Wenn das Hühnchen gar ist, gesselen sie die Thai-Auberginen dazu. Lasst auch diese kurz angaren, da sie eine längere Garzeit haben. Gebt die geschnittenen Pilze hinzu. Nun wird die Erdnussbutter untergezogen. Shadows Schwester verwendete hierfür schredderte Erdnüsse. Ich ziehe allerdings den sämigen Geschmack von Erdnussbutter vor. Danach kommen die bereits gekochten Kartoffeln hinzu.
Da ich zu asiatischem Essen einfach nicht auf Reis verzichten kann, serviere ich das Ganze mit Basmati-Reis. Allerdings kann das Gericht mit den Kartoffeln auch als vollwertige Mahlzeit gegessen werden.
Bon apetit!
Dienstag, 17. August 2010
Restaurant No. 9 - Klare Hühner-Suppe
Wie versprochen, werde ich in den nächsten Tagen mir mit meinem Mann, der wieder die tollen Fotos für euch schießt, die Zeit nehmen, um nochmals die aus Thailand mitgebrachten Rezepte zu kochen, damit ihr sie Schritt für Schritt bebildert nachkochen könnt.
Soooooooo zurück zum verzauberten Besitzer des Restaurant No. 9.
Früh morgens um 9h, als die Hitze noch nicht so drückend über der Stadt hängt, lassen wir uns am Nam Kem Peer vom Mitbesitzer des Restaurant No. 9 im klimatisierten SUV abholen und vor dem Restaurant absetzen. Hier erwartet uns Shadow (unser "verzauberter Kellner", der eigentlich Tanya hieß, bis er von nem deutschen Touri erfahren hat, dass das ein Määädchenname ist ;).
Nach einem herzlichen Hallo und ein paar Erfrischungsdrinks und -tüchern verrät und Shadow, was wir heute alles leckeres kochen werden. Er und seine Schwester haben uns ganze fünf verschiedene Curry-Gerichte aus ihrer Karte ausgesucht, sowie eine Hühner-Suppe, die wir heute gemeinsam kochen werden.
In der Küche, die in einem wunderschönen, sonnigen und reich bepflanzten Hinterhof liegt, warten (im Bild von links) Shadows Schwester - die Meisterköchin, ihre Nichte, deren Tante, sowie natürlich Shadow selbst, der für uns übersetzt.
Da wir in dem erst vor wenigen Monaten eröffneten Restaurant scheinbar die ersten Gäste sind, die sich jemals in die Küche "verirrt" haben, ist die Aufregung bei den schüchternen Ladies natürlich groß.
Aber nach einer kleinen aufheiternden Fotosession, lockert sich die Stimmung ganz schnell auf.
Kaum an den Gasflammen ist unsere Köchin so schnell in ihrem Element, dass ich gar nicht dazu komme so schnell alle Zutaten und Schritte in mein kleines thailändisches Notizbuch zu schreiben, wie sie mit dem ersten Gericht, der klaren Hühner-Suppe fertig ist!
Wir werden das natürlich in Slomo - Anfängerstufe nochmals nachkochen...
Das sind die Hauptdarsteller auf unserer Küchenbühne:
1-11/2 Liter Wasser
2 Esslöffel Instant Hühner-Bouillon
2 mittelgroße Hühnerbrustfilet Stücke, feingeschnetzelt
1 kleine Knoblauchzehe
Glasnudeln
2 Stangen Zitronengras
2 Thai-Auberginen
6-7 Shitake Pilze (oder braune Champignons)
1 Mangold Kopf
1 Karotte
1 kleine Chilischote
Handvoll frische Sojasprossen
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Frischer Koriander und Thai-Schnittlauch zum Garnieren
Ich bereite gerne alle Zutaten vor und stelle sie mir griffbereit an meinen Arbeitsplatz. Das erleichtert das Arbeiten enorm und bei verschiedenen Kochphasen eines Gerichtes, ist es so wesentlich einfacher punktgenau zu kochen.
Und so verläuft die Handlung:
Bringt in einem mittelgroßen Topf das Wasser mit der Hühnerbouillon zum Kochen. Dazu gesellen sich nun die in Spalten geschnittenen Thai-Auberginen und das Zitronengras.
Tipp: Um das volle Aroma des Zitronengrases zu erhalten, schneidet ihr es in ca. 5cm lange Stücke und drückt diese leicht mit seinem stumpfen Gegenstand an. Ich nehme dazu gerne den breiten Stil eines Hackebeils.
Parallel dazu setzt ihr einen Topf mit Wasser für die Glasnudeln auf. Das Wasser zum Kochen bringen und die Glasnudeln bei schwacher Hitze 2-3min garen lassen. Danach herausnehmen und mit kaltem Wasser Abschrecken. Bei Seite stellen.
Danach gebt ihr die in Spalten geschnittenen Karotten, die Pilze, den Mangold, sowie die Chilischote hinzu. Das Ganze etwas sanft köcheln lassen.
Dann gebt ihr die Hühnerstreifen und den klein gehakten Knoblauch dazu.
Zu guter Letzt gebt ihr die frischen Sojasprossen hinzu und lasst sie kurz mitgaren.
Ich habe bereits in einer Suppenschüssel eine Handvoll Glasnudeln vorbereitet und gieße nun die Suppe darüber. Garniert wird die Suppe mit in großen Streifen geschnittenem Schnittlauch und frisch gezupften Koriander.
Dieses Rezept ist in seiner Zubereitung unglaublich unkompliziert und schnell, dass es das perfekte Essen für die Männer unter meinen Lesern ist, die sich an der gesunden Küche versuchen wollen.

Ich wünsche gutes Gelingen und viel Spaß!
Bon apetit!
Nach nur kaum 45min sind fünf verschiedene Currys, sowie unsere eben gezeigte Hühner-Suppe fertig. Und Shadow serviert uns einen Teller nach dem anderen. Und während mein Mann sich hinter der Kamera schon schlapp lacht, wird auch meinem optimistischen Hunger langsam klar, dass das nicht zu schaffen ist...
So stell ich mir das kulinarische Paradies vor!

Bon apetit, wünschen der kreative Star-Fotograph und die kreative Köchin!
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